Da glaubt man wirklich man hätte schon vieles im Netz gesehen und wird aber immer noch überrascht (bin wohl doch zu naiv). Die Geschichte in Kürze : Mein Kollege im Nachbarbüro befasst sich derzeit mit nginx als Webserver für manche unserer Anwendungen. Kurzerhand hat er sich vor ein paar Tagen ein Buch zum Thema ‘nginx‘ vom “betascript publishing verlag” über Amazon gekauft (möchte das Ranking der Amazon-Seite nicht noch steigern indem ich hier einen Link darauf setze).
Was da als gedrucktes Buch im Format 226mm x 152mm geliefert wurde ist mehr als nur eine Frechheit. Das gesamte Buch besteht aus Inhalten von Wikipedia-Artikeln zu den verschiedensten Themen. nginx ist nicht mal Ansatzweise Fokus in diesem Buch. Der Umfang des Buches reicht von Artikeln der Geschichte von Microsoft Windows und MacOS bis hin zu Artikeln über die Frage ob die Dateiendung M4A der Dateiendung MP4 vorzuzuiehen sei. Zwischendrin geht es munter weiter mit seitenlangen (!) Referenzen zu Wikipedia-Artikeln. Die Sinnhaftigkeit solcher URL-Wüsten in einem Buch kann wohl jeder selber abschätzen. Als wir der Sache etwas auf den Grund gegangen sind haben wir festgestellt das dies ein (in vielerlei Hinsicht) großes Thema ist.
Offenbar existieren hier “Verlage” welche diesen Vorgang (zusammenkopieren von Wikipedia-Artikeln bis hin zur Veröffentlichung) zumindest teilweise automatisiert haben und über große Buch-Plattformen wie Amazon (aber auch andere wie Barnes&Noble) solchen Müll im großen Stil anbieten. Eine Suche bei Amazon über alle Veröffentlichungen dieses Verlages, heute im Januar 2012, ergab genau 155.428 englischsprachige Bücher. Auch ist der Output einzelner Autoren gigantisch, wie z.B. “Lambert M. Surhone”, welcher allein bei 17.638 Büchern als Autor vermerkt ist. book-spam at its best!
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Diverse Dinge an der 1und1 Default-Installation von CentOS 5 gingen mir zunehmends auf den Nerv. Die, in Teilen immer noch aktive Plesk-Installation, das RPM Format, und die kleineren Unterschiede ggü. der Debian-Welt der Linux Distri’s.
Da die eigentlich payload auf diesem Server auf virtuellen Maschienen (betrieben unter VirtualBox 3.x) liegt war diesmal der Entschluss auf eine andere Distribution auf dem Host zu wechseln schnell gefasst. Der Ablauf im folgenden :
16:00 Uhr
- Herunterfahren der VMs (nach Ankündigung in den entsprechenden Foren etc.)
- Packen der VM Disks (bzip2 tarballs)
- Transfer der Tarballs auf den FTP-Backup (arrrg! unter CentOS gibts kein ncftp RPM….)
~ 17:30 Uhr
- über 1und1 Web-Interface die Neuinstallation des Root-Servers mit Ubuntu 8.04 LTS veranlasst
~ 18:30 Uhr
- kleinere Änderungen an der neuen Installation vornehmen
- Tarballs vom FTP-Backup zurückholen und auspacken (dauert…..)
- VirtualBox 3.1 von SUN’s repository installieren (nice….)
~ 20:00 Uhr
- anpassen der XML Dateien welche die VMs beschreiben (Pfade anpassen)
- sich über das fragwürdige Partitionierungsschema von 1und1′s Installation aufregen (bin ja selber schuld : weil zu faul)
~ 20:30 Uhr
- produktive VMs starten
Alles in allem ein recht schneller Wechsel, nicht zuletzt darin begründet das auf dem Host kaum Veränderungen vorgenommen wurden.
Tip für solch einen Umzug :
Unbedingt das homepath/.VirtualBox Verzeichnis des Users unter dem die VMs eingerichtet wurden komplett sichern. Hier liegt die Konfiguration von VirtualBox homepath/.VirtualBox/VirtualBox.xml sowie die Konfig-Dateien der VMs homepath/.VirtualBox/Machines/. Hier die Pfade zu den Disk-Images anpassen und schon kann es losgehen. Die NAT-Konfiguration wird ebenfalls in den VM spezifischen XML Dateien eingetragen.
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